So geht ein richtiges Barbecue
Was ein Barbecue ist, wissen viele Menschen. Es ist die amerikanische Version eines Grillfestes. Beinahe jeder hat schon einmal so etwas in Film oder Fernsehen gesehen. Und auch hierzulande erfreut sich das Barbecue einer wachsenden Fangemeinde.
Trotzdem glauben immer noch viele Menschen, dass zwischen einem Barbecue und einem deutschen Grillfest kaum ein Unterschied ist. Beides sind Familien- und Freundesveranstaltungen, bei denen Gegrilltes serviert wird.
Doch die Art wie das Essen zubereitet wird, macht den großen Unterschied aus, sowohl beim Essen selbst, als auch in der Mentalität.

Geräte
Das wichtigste beim Grillen ist der Grill. Beim Barbecue gilt das genauso. Doch während man hierzulande die Qual der Wahl hat zwischen Gasgrill, Elektrogrill und Kohlegrill hat, gibt es bei einem echten Barbecue nur eine Wahl, wenn man es nicht so machen will, wie die ersten spanischen Siedler vor vierhundert Jahren.
Man braucht einen Smoker.
Wer des englischen ein wenig mächtig ist, der wird wissen, das smoke Rauch bedeutet. Der Smoker ist also ein Raucher und dieser Name beschreibt zugleich den wichtigsten Unterschied zwischen einem Barbecue.

In Deutschland wird das Grillgut direkt der Hitze der Glut ausgesetzt, je nach Grilltyp und Brennmaterial 200 – 300 Gras Celsius. So wird das Essen schnell fertig, kann aber auch austrocknen.
Barbecue GrillenIn einem Smoker wird das Essen nur langsam und indirekt gegart, bei Temperaturen von etwa 100 – 150 Grad. Der Smoker ist ein Gasgrill und sieht aus, wie eine seitlich liegende Tonne. Im Inneren ist er in zwei separate Kammern unterteilt, die Grillkammer und die Heizkammer.
Da nur der heiße Rauch (smoke) aus der Heizkammer in die Grillkammer vordringen kann, wird das Gargut auch nur sehr langsam zubereitet.
Übrigens zu einem traditionellen Barbecue gehört ausschließlich Fleisch.
Durch das langsame Garen behält das Fleisch aber Saft und den reinen Fleischgeschmack. Bei einem Barbecue nimmt man sich Zeit, man kommt nicht wegen des Essens zusammen.

Zubereitung
In einen Smoker werden keine kleinen Steaks hinein gelegt, wie man es hierzulande tun würde. Die Fleischstücke sind nur grob geschnitten und werden nicht behandelt, bevor sie im Smoker liegen. Und sie sind sehr groß. Amerikaner lieben Schwein, Rind und Hammel sehr seltener noch Geflügel. Die Stücke können von der Größe her bis zu einem ganzen Schwein reichen.
Auch mit fertigen Soßen gibt man sich bei einem Barbecue nicht ab. Die Soßen werden selbst hergestellt und während des Garens immer wieder auf das Fleisch aufgetragen. So vermischt sich das Aroma der Soßen mit dem heißen Rauch und erzeugen das barbecuetypische würzig-süße Raucharoma.

Wer Lust und Zeit hat, einmal selbst ein Barbecue zu versuchen, der braucht neben einem Smoker vor allem die richtigen Rezepte. Diese kann man Internet z.B. auf daskochrezept.de finden.